FAQ - Qualitätsmanagement

bestellung-danke02

Auf dieser Seite findest Du ergänzende Informationen und Erläuterungen zu häufigen Fragen im Qualitätsmanagement

Möchtest Du informiert bleiben?

Trag’ Dich in unseren kostenlosen Newsletter zur
QM-Aufgabe des Monats ein und bleib zum Thema
Qualitätsmanagement in der Dentalpraxis auf dem neusten Stand.

QM-Selbstbewertung – was ist das?

Was bedeutet Selbstbewertung?

Die Selbstbewertung einer Organisation ist eine systematische und umfassende Bewertung der Tätigkeiten und Ergebnisse der Organisation, die auf das Qualitätsmanagementsystem bezogen werden.

Erhebung des Ist-Zustandes und Selbstbewertung

Regelmäßige Erhebungen des Ist-Zustandes und Selbstbewertungen dienen der Festlegung und Überprüfung von konkreten Zielen und Inhalten des einrichtungsinternen Qualitätsmanagements.
Quelle: QM-RL

Was bedeutet KVP?

Ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP) ist einzuleiten, wenn akute Probleme, Fehler, Beinahefehler, Schwachstellen, Anregungen / Verbesserungsvorschläge strukturiert bearbeitet werden sollen.
Die eingeleiteten Maßnahmen sind nach der Zielsetzung zu klassifizieren:

  • Vorbeugemaßnahme zur Fehlervorbeugung
  • Korrekturmaßnahmen zur Fehlervermeidung

Was versteht man unter PDCA-Zyklus?

Plan, Do, Check, Act

P Definition von Qualitätszielen
D Umsetzung der Pläne / Änderungen
C Messen und Bewerten des Erreichten im Hinblick auf die gesetzten Ziele
A Erhebung des Ist-Zustandes und Selbstbewertung
Quelle: QM-RL

Was bedeutet Praxispolitik?

In der Praxispolitik werden die grundlegenden qualitätsbezogenen Absichten formuliert und damit der Rahmen bezüglich der Grundsätze und Ziele der Praxis sowie des Qualitätsmanagement-Systemss abgesteckt. Die Praxispolitik sollte angemessen sein, eine Verpflichtung zur Erfüllung und ständigen Verbesserung der Wirksamkeit enthalten und einen Rahmen bieten, um die Praxisziele abzuleiten. In die Formulierung der Praxispolitik gehen ein:

  • der Wert und die Art der Erfolgsfaktoren
  • der Grad der erwarteten oder gewünschten Kundenzufriedenheit
  • die Betreuung der Mitarbeiter
  • die Erwartungen anderer relevanter Zielgruppen
  • die benötigten Ressourcen

Die Praxispolitik sollte im Praxisteam vermittelt und verstanden werden.

Wer ist in der Praxis wofür zuständig?

Was macht die QMB?

Die QMB ist für die Koordination, für den Aufbau und Pflege des Qualitätsmanagements in der Praxis zuständig.

  • Sie kümmert sich um die in der Praxis eingesetzte Dokumentation.
  • Sie koordiniert die QM-Bezogenen Aufgaben.
  • Sie initiiert den kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP)

Wer ist in der Praxis Strahlenschutzverantwortlicher / Strahlenschutzbeauftragter?

Der Strahlenschutzverantwortliche ist der Betreiber der praxisinternen Röntgeneinrichtung, der entweder einer Genehmigung nach §12 StrlSchG bedarf oder Anzeige nach § 19 StrlSchG zu erstatten hat. In Dentalpraxen ist der niedergelassene Zahnarzt bzw. Kieferorthopäde als Praxisinhaber der Strahlenschutzverantwortliche.

Wer kann Strahlenschutzbeauftragter werden?
Voraussetzung für die Bestellung ist die Fachkunde und nötige Zuverlässigkeit. In der Regel wird die Fachkunde durch eine geeignete medizinische Ausbildung, praktische Erfahrungen und die erfolgreiche Teilnahme an behördlich anerkannten Strahlenschutzkursen erworben. Belegt werden kann die Ausbildung durch Zeugnisse, die praktische Erfahrung durch Nachweise und die Kursteilnahme mit Bescheinigungen. Die zuständige Stelle der jeweiligen Bundesländer muss die Fachkunde bescheinigen. Die Fachkunde muss alle 5 Jahre aktualisiert werden.

Brauchen wir einen Brandschutzhelfer?

Der Arbeitgeber hat eine ausreichende Anzahl von Beschäftigten durch fachkundige Unterweisung und praktische Übungen im Umgang mit Feuerlöscheinrichtungen vertraut zu machen und als Brandschutzhelfer zu benennen.
Quelle: GRV ASR-A2-2 Maßnahmen gegen Brände

Wer darf Ersthelfer werden?

Die Unfallverhütungsvorschrift “Grundsätze der Prävention” (DGUV Vorschrift 1) fordert vom Unternehmer, dass für die Erste-Hilfe-Leistung eine ausreichende Zahl Ersthelfer zur Verfügung stehen.

  • Betriebe bis 20 Beschäftigte müssen mindestens eine Ersthelferin oder einen Ersthelfer ausbilden lassen
    • pro Schicht sollte eine Ersthelferin oder ein Ersthelfer anwesend sein
    • ab 20 Beschäftigten ist ein Anteil von 10 Prozent vorgeschrieben
  • approbierte Ärzte bzw. Zahnärzte können als aus- und fortgebildete Ersthelfer angesehen werden
    • Personen mit einer entsprechenden Qualifikation in einem Beruf des Gesundheitswesens gelten als fortgebildet, wenn sie an vergleichbaren Fortbildungsveranstaltungen regelmäßig teilnehmen oder bei ihrer beruflichen oder ehrenamtlichen sanitätsdienstlichen/rettungsdienstlichen Tätigkeit regelmäßig Erste-Hilfe-Maßnahmen durchführen

Was gibt es beim Hygienebeauftragten zu beachten?

Die Praxis benötigt für die Aufbereitung von Medizinprodukten Mitarbeiter mit der nötigen Sach- und Fachkunde.
Da ein wesentlicher Bestandteil der Praxishygiene die hygienische Aufbereitung von Dentalinstrumenten und weiteren eingesetzten Medizinprodukten in der Dentalmedizin ist. Um so der Gefahr von Kreuzinfektionen vorzubeugen.

 

Hinweis:
Zahnmedizinische Fachangestellte die ihre Ausbildung nach dem 01.08.2001 abgeschlossen haben, verfügen aufgrund geänderter Ausbildungsinhalte sehr wahrscheinlich über die geforderte Sach- und Fachkunde (Vermutungswirkung).
Alle, die vor dem genannten Datum ihre Ausbildung abgeschlossen, bzw. die entsprechenden Inhalte zur Aufbereitung von Medizinprodukten in der Ausbildung nicht vermittelt bekommen haben, benötigen zur genannten Aufbereitung eine Bescheinigung bzgl. der Sach- und Fachkunde.

 

Hygiene ist einer der wichtigsten Bereiche in Ihrer Praxis – lassen Sie daher am besten alle Mitarbeiter regelmäßig ausbilden, die im Prozess der Medizinprodukteaufbereitung beteiligt sind. Um sicherzustellen, dass die Praxis bzgl. der gesetzlichen Hygienebestimmungen auf dem Laufenden bleibt.

Datenschutzbeauftragter - intern oder extern beauftragen?

  • Unternehmen mit > 20 Mitarbeitern müssen explizit einen Datenschutzbeauftragten bestellen
    • die Bestellung kann intern oder extern sein
  • Unternehmen mit < 20 müssen nicht explizit einen Datenschutzbeauftragter bestellen
    In beiden Fällen ist der Praxisinhaber für die Einhaltung des Datenschutzes verantwortlich und haftbar.

Was sind die Aufgaben der Fachkraft für Arbeitssicherheit?

Bestellung von Fachkräften für Arbeitssicherheit und Betriebsärzten

(1) Der Unternehmer hat nach Maßgabe des Gesetzes über Betriebsärzte, Sicherheitsingenieure und andere Fachkräfte für Arbeitssicherheit (Arbeitssicherheitsgesetz) und der hier zu erlassenen Unfallverhütungsvorschriften Fachkräfte für  Arbeitssicherheit und Betriebsärzte schriftlich zu bestellen.

Quelle: DGUV 1 § 19 Grundsätze der Prävention

 

Aufgaben der Fachkräfte für Arbeitssicherheit

Die Fachkraft für Arbeitssicherheit hat die Aufgabe, den Arbeitgeber beim Arbeitsschutz und bei der Unfallverhütung in allen Fragen der Arbeitssicherheit einschließlich der menschengerechten Gestaltung der Arbeit zu unterstützen.

Quelle: ASiG § 6

Personenbezogene Dokumente, Modelle und Datenträger vernichten

Wie werden Dokumente richtig vernichtet?

Papierdokumente im Aktenvernichter zerkleinern

  • gemäß DIN 66399 Vernichtung von Akten
  • keine „Spaghetti“ (Streifenschnitt), sondern „Konfetti“ (Partikelschnitt)

Mindestanforderung:

  • Sicherheitsstufe 3
  • empfohlen für vertrauliches Schriftgut
  • bei Streifenschnitt: max. 2 mm Streifenbreite
  • bei Partikelschnitt: max. 4 mm Breite auf max. 60 mm Partikellänge (240 mm² Partikelfläche)
  • aber bei Kunststoffen (wie Kreditkarten oder Mikrofilm): max. 1 mm² Partikelfläche

Noch besser:

  • Sicherheitsstufe 4
  • empfohlen für geheimzuhaltendes Schriftgut
  • Partikelschnitt: max. 2 mm Breite auf max. 15 mm Partikellänge (30 mm² Partikelfläche)
  • aber bei Kunststoffen (wie Kreditkarten oder Mikrofilm): max. 0,5 mm² Partikelfläche

optional: Dokumente / Ordner vertraulich vernichten lassen

  • auf vertrauliche Vernichtung spezialisiertes / zertifiziertes Unternehmen mit Entsorgung beauftragen

Quelle:
mindmaxx FO Datenschutzkonzept / Mindestanforderungen Thomas Lohmeier, Experte für Datenschutz, mindmaxx-it

Wie werden Modelle richtig vernichtet?

Alle Personenbezogenenen Daten abtrimmen und in den Hausmüll entsorgen.

Wie werden Datenträger richtig vernichtet?

Datenträger nachhaltig vernichten

  • CDs / DVDs im Aktenvernichter zerkleinern
  • Festplatten mit magnetischen Medien mit Spezialsoftware löschen
    (mindestens 7-faches Überschreiben des gesamten Datenträgers)
  • SSD / USB-Sticks: jeden einzelnen Speicherchip beschädigen

optional: Datenträger vertraulich vernichten lassen

  • auf vertrauliche Vernichtung spezialisiertes / zertifiziertes Unternehmen mit Entsorgung beauftragen

optional: Datenträger feuerfest und einbruchsicher archivieren

Hinweise zur Schutzklasse

Schutzklassen

Jahresplanungen nach dem SMART Prinzip durchführen

Was ist das SMART Prinzip?

Das SMART Prinzip ist ein schrittweises Vorgehen, um Ziele zu definieren und einzuhalten.

Für was steht SMART?

S – spezifisch
Ein Ziel sollte so konkret und genau wie möglich sein.
Beispiel: Bis zum 30.10.2021 sind alle Unterweisungen durchgeführt.

 

M – messbar
Hier ist die Nennung einer Zeitangabe oder eines sonstigen messbaren Kriteriums – bspw. Dokumentation – wichtig.
Beispiel: Alle Nachweisdokumente sind erstellt und unterschrieben.

 

A – aktzeptieren
Ziele, die ein Team nicht nachvollziehen können, haben wenig Aussicht auf Erfolg.
Beispiel: Mit der Durchführung der Unterweisungen werden Arbeitsunfälle minimiert und Sicherheiten erhöht.

 

R – realistisch
Realistische gesetzte Ziele motivieren deutlich stärker und werden leichter akzeptiert und, als solche, die bereits von Anfang an als unrealistisch empfunden werden.
Beispiel: Pro Monat wird eine Unterweisung durchgeführt. Bis zum Jahresende sind 2 Monate Pufferzeit eingeplant.

 

T – terminieren
Ziele mit einer Zeitangabe versehen – bspw. Eintrag im Kalender.
Beispiel: Alle Unterweisungen sind im QM-Wandkalender eingetragen. Jeder kann die Termine einsehen.

Zusammenfassung

Ein gut formuliertes Ziel ist ein entscheidender Faktor, um den Weg richtig abzustecken. Vor allem im Team ist es wichtig, dass man so wenig Spielraum wie möglich für eigene Interpretationen zulässt. Sonst ist Frust vorprogrammiert. Um auch unerwarteten Hindernissen souverän begegnen zu können, ist neben der genauen Zielformulierung eine zielführende Strategie von Bedeutung. Dabei können Ihnen gute Werkzeuge eine wertvolle Unterstützung bieten und den Erfolg positiv beeinflussen.

 

Wenn Du ein weiteres Beispiel für eine SMARTe Formulierung möchtest, lies gerne unseren Blog Artikel dazu. Darin geht es um das Ziel, mehr Patienten für die PZR zu gewinnen. <- klick 

 

Fortbildungen für Mitarbeiter und Inhaber planen

Fortbildungspflicht

Der Zahnarzt, der seinen Beruf ausübt, ist laut Musterberufsordnung der Bundeszahnärztekammer § 5 Fortbildung verpflichtet, sich in dem Umfange beruflich fortzubilden, wie es zur Erhaltung und Entwicklung der zur Berufsausübung erforderlichen  Kenntnisse und Fertigkeiten notwendig ist.

Mindestpunktzahl und Nachweis durch Zertifikate

Jeder Vertragszahnarzt muss innerhalb dieses Fünfjahreszeitraums mindestens 125 Fortbildungspunkte nachweisen. Die Punktewertigkeit der Fortbildung richtet sich nach der Bewertung der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK). Der Nachweis über die Fortbildung kann durch Zertifikate der Zahnärztekammern erbracht werden. Andere Zertifikate müssen den Kriterien entsprechen, die die BZÄK aufgestellt hat. Der Nachweis kann bei der KZV erst dann geführt werden, wenn der Vertragszahnarzt mindestens 125 Punkte nachweisen kann.

Folgen bei Nichtvorlage der Nachweise

Erbringt ein Vertragszahnarzt den erforderlichen Nachweis nicht oder nicht vollständig, kürzt die KZV den gesetzlichen Vorgaben entsprechend den Vergütungsanspruch des Zahnarztes für die ersten vier Quartale, die auf den Fünfjahreszeitraum folgen, um zehn Prozent, ab dem fünften Quartal um 25 Prozent. Fehlende Nachweise können innerhalb von zwei Jahren nachgereicht werden, die Honorarkürzung bleibt aber bis zum Ende des Quartals der Vorlage bestehen. Bei Überschreiten der Zweijahresfrist droht dem Zahnarzt die unverzügliche Entziehung der Zulassung.

Quelle:
https://www.kzbv.de/vertragszahnarztliche-fortbildung.440.de.html

Über Grippe Impfung aufklären

Die Influenza

Die echte Grippe (Influenza) ist eine ernstzunehmende Infektion die durch Influenzaviren verursacht wird. Sie ist keine einfache Erkältungskrankheit („grippaler Infekt“). Bei einem Drittel beginnt die Erkrankung mit plötzlich auftretendem hohem Fieber, Husten oder Halsschmerzen. Dazu kommt häufig ein starkes Krankheitsgefühl, sowie Kopf- und Muskelschmerzen.

Vorbeugemaßnahmen

Der Influenzaerreger ist hoch infektiös. Vor allem wird er per Tröpfchen-, aber auch per Schmierinfektion übertragen. Die Gefahr einer Übertragung besteht schon bei einem Händedruck – bereits vor Auftreten der ersten Symptome. Auf Gegenständen und Oberflächen kann das Virus mehrere Stunden überleben

  • einhalten der bestehenden Arbeitsschutzrichtlinien
  • regelmäßiges Händewaschen
  • Husten und Niesen in ein Papiertaschentuch oder in die Armbeuge
  • Abstandhalten von erkrankten Personen

Wann ist der beste Zeitpunkt sich gegen die Grippe impfen zu lassen?

Der optimale Zeitpunkt für die saisonale Grippeimpfung sind die Monate Oktober und November, so die Empfehlung des RKI. Denn damit ist der Infektionsschutz in seinem Höhepunkt zwischen Anfang Januar und Ende März am besten.

Wie lange hält der Impfschutz?

Der Impfschutz ist zeitlich begrenzt. Die Impfung schützt im Allgemeinen für 6 bis 12 Monate.

Wie verträglich ist die Grippeimpfung?

Im Allgemeinen ist die Grippeimpfung gut verträglich und sicher.
Gezeigt haben dies wissenschaftliche Studien und langjährige Erfahrung aus der Praxis mit vielen Millionen Menschen.

Wer übernimmt die Kosten für die Impfung?

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten der Grippeimpfung für alle Versicherten, für die sie empfohlen ist. Für privat Krankenversicherte gelten ähnliche Kostenübernahmeregelungen.
Siehe Quelle Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung <- klick

Jährliche Unterweisungen planen, durchführen und Nachweise archivieren

Wann sind Unterweisungen durchzuführen ?

Unterwiesen werden Mitarbeiter einer Praxis:

  • Vor Aufnahme ihrer Tätigkeit
  • Bei Veränderungen im Aufgabenbereich
  • Bei Einführung neuer Technologien
  • Mindestens einmal jährlich (Unterweisung nach UVV).

Wer darf unterweisen?

  • In kleineren Praxen führt meist der/die Inhaber/in selbst die Unterweisungen durch. Die Aufgabe lässt sich aber auch an eine fachkundige und zuverlässige Person delegieren. Wichtig dabei ist, dass die Arbeitsbereiche und der betriebliche Alltag mit allen möglichen Gefährdungen von der Person sehr gut eingeschätzt werden können, und dass sie über die notwendigen Weisungsrechte verfügt. Es bietet sich an, eine Fachkraft für Arbeitssicherheit, den Betriebsarzt oder die Betriebsärztin, die Hygienefachkraft oder andere Fachleute mit in die Unterweisungen einzubinden, um für qualifizierte Unterstützung zu sorgen. Auch auf Fachwissen der eigenen Beschäftigten darf zurückgegriffen werden, da sie meist sehr gute Hinweise geben können, was in der Unterweisung als Schwerpunkt aufgenommen werden sollte.

 

  • Gemeinsam unterweisen – fachliche Unterstützung und Beratung
    • Fachkraft für Arbeitssicherheit
    • Betriebsarzt oder Betriebsärztin
    • Interne Fachleute wie Hygienefachkräfte oder Brandschutz- und Sicherheitsbeauftragte
    • Externe Fachkräfte aus verschiedenen Bereichen wie Feuerwehr, Rückenschule, Physiotherapie
    • Auch die Unterstützung eines Geräteherstellers oder Lieferanten, zum
    • Beispiel für Medizinprodukte, kann hilfreich sein

 

Die Unterweisung können auf vielfältige Weise gestaltet werden, wichtig dabei ist nur, dass die letzte Verantwortung für die Umsetzung der/die Inhaber/in trägt.

  • DGUV Grundsätze der Prävention
    • §13 Pflichtenübertragung
      Der/die Praxisinhaber/in kann zuverlässige und fachkundige Personen schriftlich damit beauftragen, dass die Aufgaben der Unfallverhütungsvorschriften eigenverantwortlich wahrgenommen werden. Festgelegt werden müssen der Verantwortungsbereich und die konkreten Befugnisse. Der Beauftragten muss die Beauftragung unterzeichnen. Eine Kopie der Beauftragung ist ihm auszuhändigen.
    • § 13 ArbSschG
      (2) Der/die Praxisinhaber/in kann zuverlässige und fachkundige Personen schriftlich damit beauftragen, ihm obliegende Aufgaben nach diesem Gesetz in eigener Verantwortung wahrzunehmen

Wie lange sind die Nachweisdokumente aufzubewahren?

Die Nachweisdokumente müssen fünf Jahre aufbewahrt werden.

Sie sind in der Praxis aufzubewahren, um sie im Falle einer Kontrolle vorlegen zu können.

Praxistipp

  • Erstellen Sie Anfang des Jahres direkt den Jahresplan für Ihre Unterweisungen.
  • Fassen Sie die Unterweisungen zusammen, die thematisch zusammenpassen.
  • Variieren Sie bzgl. Themenschwerpunkt, um nicht jedes Jahr die selben Inhalte zu besprechen.

Kontakt zur Fachkraft für Arbeitssicherheit

Der Experte ist die Fachkraft für Arbeitssicherheit (SiFa).
Fragen beantworten und einzelne Unterstützungen bietet auch der Betriebsarzt an.

 

Weil der Bereich Arbeitsschutz unter Anderem von der Berufsgenossenschaft (BG) begangen wird, empfehlen wir eine Fachkraft für Arbeitssicherheit extern zu bestellen und sich fachmännisch beraten und unterstützen zu lassen.

Aushangpflichtige Dokumente

Aushangpflichtige Gesetze

Arbeitgeber sind gesetzlich verpflichtet, bestimmte Schutzvorschriften zugunsten der Mitarbeiter im Betrieb auszuhängen. Dies ermöglicht den Mitarbeitern, sich direkt an ihrem Arbeitsplatz zu informieren.

 

Die Aushangpflicht ist nicht an eine bestimmte Betriebsgröße geknüpft, sondern gilt ab dem ersten Mitarbeiter.

 

Die Aushangpflichten gelten als erfüllt, wenn die entsprechenden Schutzvorschriften den Mitarbeitern über mindmaxx zugänglich gemacht sind. Es ist lediglich der Zugang sicherzustellen.

Aushang Berufsgenossenschaft

Unternehmen sind verpflichtet, Ihre Beschäftigten durch einen Aushang darüber zu informieren, welcher Unfallversicherungsträger für das Unternehmen zuständig ist und wo sich die für die Entschädigung zuständige Regionaldirektion der Berufsgenossenschaft befindet.

 

Der Aushang Berufsgenossenschaft ist an einer gut sichtbaren Stelle (schwarzes Brett) in der Praxis anzubringen.

Aushang Brandschutz

Die Brandschutzordnung Teil A (nach DIN 14096) enthält die Mindestanforderungen zum Verhalten im Brandfall und der Verhütung von Bränden.
Sie richtet sich an alle – Mitarbeiter und Patienten – die sich in der Praxis / im Gebäude aufhalten.

 

Der Aushang Brandschutz ist an gut sichtbaren Stellen in der Praxis anzubringen.

Aushang Brandschutz - Alarmplan

Der Aushang Brandschutz – Alarmplan enthält Maßnahmen, die der Unternehmer gemäß Arbeitsschutzgesetz für den Brandfall im Betrieb zu treffen hat. Die Mitarbeiter sind bspw. durch Unterweisungen über die definierten Abläufe zu informieren.

 

Der Alarmplan ist an geeigneten Stellen in der Praxis auszuhängen und regelmäßig zu aktualisieren.

Aushang Unfall und Notfall

Der Aushang „Unfall und Notfall“ informiert auf einen Blick über die wichtigsten Punkte, die bei einem Notfall zu beachten sind. Er verdeutlicht den Ablauf der verschiedenen Schritte der Erste-Hilfe-Maßnahmen und erläutert die einzelnen Punkte. So unterstützen die 5-W Fragen den Helfer beim Tätigen eines korrekten Notrufs.

 

Der Aushang Unfall und Notfall ist an einer gut sichtbaren Stelle – bspw. an der Rezeption oder und im Personalraum – auszuhängen, da hier in der Regel der Notruf abgesetzt wird.

Was passiert, wenn man seiner Aushangpflicht nicht nachkommt?

Wer der Aushangpflicht nicht nachkommt, begeht eine Ordnungswidrigkeit und kann mit einem Bußgeld bestraft werden. Arbeitgeber können sich außerdem schadenersatzpflichtig machen, und zwar dann, wenn Sie das Gesetz ordnungsgemäß ausgehängt hätten und der Schaden somit hätte vermieden werden können.

Wer kann mich fachkundig unterstützen?

Der Experte ist die Fachkraft für Arbeitssicherheit (SiFa).
Fragen beantworten und einzelne Unterstützungen bietet auch der Betriebsarzt an.

 

Weil der Bereich Arbeitsschutz unter Anderem von der Berufsgenossenschaft (BG) begangen wird, empfehlen wir eine Fachkraft für Arbeitssicherheit extern zu bestellen und sich fachmännisch beraten und unterstützen zu lassen. Bei mindmaxx arbeiten wir mit der Firma Sarpis GmbH, die spezialisiert ist für die Arbeitssicherheit in Dentalpraxen.

 

Sprechen Sie uns bei Bedarf an, wir stellen gerne den Kontakt her.
Telefonnummer: 0511 165958-0

Bestandsverzeichnis und Medizinproduktebuch

Erläuterungen zum Bestandsverzeichnis – §13 MPBetreibV

Der Betreiber, also die Praxis, hat für alle aktiven nichtimplantierbaren Medizinprodukte der jeweiligen Betriebsstätte ein
Bestandsverzeichnis zu führen. Aktive Medizinprodukte sind Geräte (Medizinprodukte), die mit Hilfe einer externen
Energiequelle (Strom, Akku, Batterie, thermische oder kinetische Energie oder Gasdruck) betrieben werden.

 

Einige Beispiele für aktive Medizinprodukte in der kieferorthopädischen Praxis:

  • Behandlungseinheit als Ganzes
  • Patientenstuhl
  • Behandlungs-(Op)leuchte
  • Ultra-Violett-Licht-Härte-Gerät
  • Ultraschall-Zahnsteinentfernungsgerät
  • Extra-Mikromotoren-Einheiten
  • Zahnfilm-Röntgen-Gerät
  • Panorama-Röntgen-Gerät

 

Diese Geräte werden gerne vergessen:

  • Autoclav (Sterilisator)
  • Ultraschall-Reinigungsgerät
  • RDG
  • etc. (außer Siegelgerät!!)

Warum ist das Bestandsverzeichnis so wichtig?

  • Um übersichtlich für jedes Gerät den nächsten Wartungstermine zur Hand zu haben.
  • Als Nachweis für Einweisungen – Erst- und Zweiteinweisungen.
  • Zur schnellen Übersicht von Funktionsstörungen und Meldungen von Vorkommnissen.
  • Für Mitarbeiter und Wartungspersonal ist es eine nützliche Informationsquelle.
  • Das Bestandsverzeichnis ist bei einer Praxisbegehung vorzulegen.

Erläuterungen zum Medizinproduktebuch – §12 MPBetreibV

Zusätzlich zum Bestandsverzeichnis ist für Medizinprodukte, die in den Anlagen 1 und 2 der MPBetreibV aufgeführt sind, ein Medizinproduktebuch zu führen.

 

Einige Beispiele für Medizinprodukte, für die ein Medizinproduktebuch anzulegen ist:

  • Hochfrequenzchirurgiegerät
  • Lasergeräte der Klasse 3B, 3R und 4
  • Nervenfunktionsgerät (Pulpenprüfer)
  • Defibrillator,
  • Anästhesiegerät

Braucht man sowohl ein Medizinproduktebuch und ein Bestandsverzeichnis?

  • Für alle aktiven nichtimplantierbaren Medizinprodukte ist ein Bestandsverzeichnis zu führen.
  • Zusätzlich zum Bestandsverzeichnis ist für Medizinprodukte – bspw. Defibrillator, Anästhesiegerät – ein Medizinproduktebuch zu führen.
  • Medizinprodukte für die ein Medizinproduktebuch zu führen ist, sind in den Anlagen 1 und 2 der MPBetreibV aufgeführt.

Welche Dokumente müssen ergänzend zum Bestandsverzeichnis vorliegen?

  • Rechnungskopien oder Lieferscheine der einzelnen Medizinprodukte
  • Nachweise über Geräteeinweisungen
  • sämtliche Wartungs- und Reparaturnachweise
  • Validierungsnachweise
  • Gebrauchsanweisungen in deutscher Sprache

Was ist eine Ersteinweisung?

Bevor man ein Medizinprodukt in Einsatz bringt, muss man in die Anwendung eingewiesen werden. Die Ersteinweisung erhält man genau einmal. Sie wird vom Hersteller bzw. einer vom Hersteller autorisierten Person (z. B. Depot) durchgeführt. Die Person, die eingewiesen wird, wird zum Wissensträger und vermittelt das erfahrene Wissen an die Kollegen über die sogenannte Zweiteinweisung.

Was ist eine Zweiteinweisung?

Jeder Mitarbeiter, der mit Medizinprodukten arbeitet, muss eingewiesen werden. Wenn eine Ersteinweisung erfolgt ist, können MItarbeiter aus dem Team vom Ersteingewiesenen über die sogenannte Zweiteinweisung in die Anwendung des Medizinproduktes eingewiesen werden.

Die Zweiteinweisung darf nur ein Ersteingewiesener durchführen.

Ein Zweiteingewiesener darf niemanden einweisen, da man davon ausgeht, dass nach dem Stillepost Prinzip bei der Wissensweitergabe zu viel Wissen verloren geht.

Aktualisierte Infos zum Masernschutzgesetz

Erläuterungen zum Masernschutzgesetz

  • Rechnungskopien oder Lieferscheine der einzelnen Medizinprodukte
  • Nachweise über Geräteeinweisungen
  • sämtliche Wartungs- und Reparaturnachweise
  • Validierungsnachweise
  • Gebrauchsanweisungen in deutscher Sprache

Das Masernschutzgesetz ist am 1. März 2020 in Kraft getreten.

Betroffen sind Gesundheitseinrichtungen nach § 23 Absatz 3 Satz 1 Infektionsschutzgesetz (IfSG). Das sind:

1. Krankenhäuser
2. Einrichtungen für ambulantes Operieren
3. […]
8. Arztpraxen (auch Homöopathen), Zahnarztpraxen,
9. […]

Alle, die am 1. März 2020 bereits in den betroffenen Einrichtungen tätig sind, müssen den Nachweis bis zum 31. Juli 2021 vorlegen.

Was passiert, wenn kein Impfschutz nachgewiesen ist?

  • Ohne Impfschutz dürfen Mitarbeiter in den jeweiligen Einrichtungen dort nicht tätig sein. Wer gegen die Impfpflicht verstößt, muss außerdem mit einem Bußgeld von bis zu 2.500 Euro rechnen.
  • Wer keinen Nachweis vorlegt, darf in den betroffenen Einrichtungen nicht tätig werden.
  • Bei Personen, die bereits in den betroffenen Einrichtungen tätig sind, muss das Gesundheitsamt informiert werden und im Einzelfall entscheiden, ob Tätigkeits- oder Betretensverbote ausgesprochen werden.

Welche dienst- und arbeitsrechtlichen Folgen drohen, wenn kein Impfschutz vorliegt?

Das Gesundheitsamt kann gegenüber einem einzelnen Beschäftigten ein Tätigkeitsverbot aussprechen. Die Folgen richten sich nach den jeweiligen vertrags-, dienst- oder arbeitsrechtlichen Grundlagen.

Aktualisierte Infos zum Strahlenschutzgesetz

Erläuterungen zum Strahlenschutz

Das zahnärztliche Personal muss – genauso wie der Zahnarzt – die erforderlichen Kenntnisse bzw. Fach- und Sachkunde im Strahlenschutz mindestens alle fünf Jahre durch eine erfolgreiche Teilnahme an einem von der zuständigen Stelle anerkannten Kurs oder anderen von der zuständigen Stelle als geeignet anerkannten Fortbildungsmaßnahmen aktualisieren.
Ist der Schein abgelaufen, darf nicht mehr geröntgt werden!

Wer ist der Strahlenschutzverantwortliche in der Praxis?

Der Strahlenschutzverantwortliche ist der Betreiber der praxisinternen Röntgeneinrichtung. In Dentalpraxen ist der niedergelassene Zahnarzt bzw. Kieferorthopäde als Praxisinhaber der Strahlenschutzverantwortliche.

Wer ist der Strahlenschutzbeauftragte in der Praxis?

Voraussetzung für die Bestellung ist die Fachkunde und nötige Zuverlässigkeit. Ärzte erwerben die erforderliche Fachkunde im Strahlenschutz in der Regel nach Bestehen der ärztlichen Prüfung und während der Weiterbildung im entsprechenden medizinischen Fachgebiet, Medizinphysik-Experten nach erfolgreichem Abschluss des Studiums. In Dentalpraxen kann der angestellte Arzt bei Bedarf als Strahlenschutzbeauftragter bestellt werden.

Einfach durchstarten!