FAQ - Qualitätsmanagement

bestellung-danke02

Auf dieser Seite finden Sie ergänzende Informationen und Erläuterungen zu häufigen Fragen im Qualitätsmanagement

Aushangpflichtige Dokumente

Erläuterungen zu auskunftspflichtigen Dokumenten

Unternehmen sind verpflichtet, Ihre Beschäftigten durch einen Aushang darüber zu informieren, welcher Unfallversicherungsträger für das Unternehmen zuständig ist und wo sich die für die Entschädigung zuständige Regionaldirektion der Berufsgenossenschaft befindet.

Der Aushang Berufsgenossenschaft ist an einer gut sichtbaren Stelle (schwarzes Brett) in der Praxis anzubringen.

Welche Aushänge werden verlangt?

  1. Brandschutzordnung Teil A
    Die Brandschutzordnung Teil A (nach DIN 14096) enthält die Mindestanforderungen zum Verhalten im Brandfall und der Verhütung von Bränden.
    Sie richtet sich an alle – Mitarbeiter und Patienten – die sich in der Praxis / im Gebäude aufhalten.
    Der Aushang Brandschutz ist an gut sichtbaren Stellen in der Praxis anzubringen.
  2. Der Aushang Brandschutz – Alarmplan enthält Maßnahmen, die der Unternehmer gemäß Arbeitsschutzgesetz für den Brandfall im Betrieb zu treffen hat. Die Mitarbeiter sind bspw. durch Unterweisungen über die definierten Abläufe zu informieren.
    Der Alarmplan ist an geeigneten Stellen in der Praxis auszuhängen und regelmäßig zu aktualisieren.
  3. Der Aushang „Unfall und Notfall“ informiert auf einen Blick über die wichtigsten Punkte, die bei einem Notfall zu beachten sind. Er verdeutlicht den Ablauf der verschiedenen Schritte der Erste-Hilfe-Maßnahmen und erläutert die einzelnen Punkte. So unterstützen die 5-W Fragen den Helfer beim Tätigen eines korrekten Notrufs.
    Der Aushang Unfall und Notfall ist an einer sichtbarer Stelle – bspw. an der Rezeption – da hier in der Regel der Notruf abgesetzt wird, oder und im Personalraum – aufzuhängen.
  4. Schutzvorschriften
    Arbeitgeber sind gesetzlich verpflichtet, bestimmte Schutzvorschriften zugunsten der Mitarbeiter im Betrieb auszuhängen. Dies ermöglicht den Mitarbeitern, sich direkt an ihrem Arbeitsplatz zu informieren.
    Die Aushangpflicht ist nicht an eine bestimmte Betriebsgröße geknüpft, sondern gilt ab dem ersten Mitarbeiter.
    Die Aushangpflicht gilt als erfüllt, wenn die entsprechenden Schutzvorschriften den Mitarbeitern über mindmaxx zugänglich gemacht sind. Es ist lediglich der Zugang sicherzustellen.
  5. Hygienepläne
    1. Hygieneplan – Behandlung (mindmaxx Dokument)
    2. Hygieneplan – Labor (mindmaxx Dokument)
    3. Hygieneplan – Personal (mindmaxx Dokument)

Was passiert, wenn man seiner Aushangpflicht nicht nachkommt?

Wer der Aushangpflicht nicht nachkommt, begeht eine Ordnungswidrigkeit und kann mit einem Bußgeld bestraft werden. Arbeitgeber können sich außerdem schadenersatzpflichtig machen, und zwar dann, wenn Sie das Gesetz ordnungsgemäß ausgehängt hätten und der Schaden somit hätte vermieden werden können

Wer kann mich fachmännisch unterstützen?

Fachkraft für Arbeitssicherheit (SiFa)
Betriebsarzt

Wir stellen gerne einen Kontakt her.

Bestandsverzeichnis und Medizinproduktebuch

Erläuterungen zum Bestandsverzeichnis – §13 MPBetreibV

Der Betreiber, also die Praxis, hat für alle aktiven nichtimplantierbaren Medizinprodukte der jeweiligen Betriebsstätte ein
Bestandsverzeichnis zu führen. Aktive Medizinprodukte sind Geräte (Medizinprodukte), die mit Hilfe einer externen
Energiequelle (Strom, Akku, Batterie, thermische oder kinetische Energie oder Gasdruck) betrieben werden.

 

Einige Beispiele für aktive Medizinprodukte in der kieferorthopädischen Praxis:

  • Behandlungseinheit als Ganzes
  • Patientenstuhl
  • Behandlungs-(Op)leuchte
  • Ultra-Violett-Licht-Härte-Gerät
  • Ultraschall-Zahnsteinentfernungsgerät
  • Extra-Mikromotoren-Einheiten
  • Zahnfilm-Röntgen-Gerät
  • Panorama-Röntgen-Gerät

 

Diese Geräte werden gerne vergessen:

  • Autoclav (Sterilisator)
  • Ultraschall-Reinigungsgerät
  • RDG
  • etc. (außer Siegelgerät!!)

Warum ist das Bestandsverzeichnis so wichtig?

  • Um übersichtlich für jedes Gerät den nächsten Wartungstermine zur Hand zu haben.
  • Als Nachweis für Einweisungen – Erst- und Zweiteinweisungen.
  • Zur schnellen Übersicht von Funktionsstörungen und Meldungen von Vorkommnissen.
  • Für Mitarbeiter und Wartungspersonal ist es eine nützliche Informationsquelle.
  • Das Bestandsverzeichnis ist bei einer Praxisbegehung vorzulegen.

Erläuterungen zum Medizinproduktebuch – §12 MPBetreibV

Zusätzlich zum Bestandsverzeichnis ist für Medizinprodukte, die in den Anlagen 1 und 2 der MPBetreibV aufgeführt sind, ein Medizinproduktebuch zu führen.

 

Einige Beispiele für Medizinprodukte, für die ein Medizinproduktebuch anzulegen ist:

  • Hochfrequenzchirurgiegerät
  • Lasergeräte der Klasse 3B, 3R und 4
  • Nervenfunktionsgerät (Pulpenprüfer)
  • Defibrillator,
  • Anästhesiegerät

Braucht man sowohl ein Medizinproduktebuch und ein Bestandsverzeichnis?

  • Für alle aktiven nichtimplantierbaren Medizinprodukte ist ein Bestandsverzeichnis zu führen.
  • Zusätzlich zum Bestandsverzeichnis ist für Medizinprodukte – bspw. Defibrillator, Anästhesiegerät – ein Medizinproduktebuch zu führen.
  • Medizinprodukte für die ein Medizinproduktebuch zu führen ist, sind in den Anlagen 1 und 2 der MPBetreibV aufgeführt.

Welche Dokumente müssen ergänzend zum Bestandsverzeichnis vorliegen?

  • Rechnungskopien oder Lieferscheine der einzelnen Medizinprodukte
  • Nachweise über Geräteeinweisungen
  • sämtliche Wartungs- und Reparaturnachweise
  • Validierungsnachweise
  • Gebrauchsanweisungen in deutscher Sprache

Was ist eine Ersteinweisung?

Bevor man ein Medizinprodukt in Einsatz bringt, muss man in die Anwendung eingewiesen werden. Die Ersteinweisung erhält man genau einmal. Sie wird vom Hersteller bzw. einer vom Hersteller autorisierten Person (z. B. Depot) durchgeführt. Die Person, die eingewiesen wird, wird zum Wissensträger und vermittelt das erfahrene Wissen an die Kollegen über die sogenannte Zweiteinweisung.

Was ist eine Zweiteinweisung?

Jeder Mitarbeiter, der mit Medizinprodukten arbeitet, muss eingewiesen werden. Wenn eine Ersteinweisung erfolgt ist, können MItarbeiter aus dem Team vom Ersteingewiesenen über die sogenannte Zweiteinweisung in die Anwendung des Medizinproduktes eingewiesen werden.

Die Zweiteinweisung darf nur ein Ersteingewiesener durchführen.

Ein Zweiteingewiesener darf niemanden einweisen, da man davon ausgeht, dass nach dem Stillepost Prinzip bei der Wissensweitergabe zu viel Wissen verloren geht.

Aktualisierte Infos zum Masernschutzgesetz

Erläuterungen zum Masernschutzgesetz

  • Rechnungskopien oder Lieferscheine der einzelnen Medizinprodukte
  • Nachweise über Geräteeinweisungen
  • sämtliche Wartungs- und Reparaturnachweise
  • Validierungsnachweise
  • Gebrauchsanweisungen in deutscher Sprache

Das Masernschutzgesetz ist am 1. März 2020 in Kraft getreten.

Betroffen sind Gesundheitseinrichtungen nach § 23 Absatz 3 Satz 1 Infektionsschutzgesetz (IfSG). Das sind:

1. Krankenhäuser
2. Einrichtungen für ambulantes Operieren
3. […]
8. Arztpraxen (auch Homöopathen), Zahnarztpraxen,
9. […]

Alle, die am 1. März 2020 bereits in den betroffenen Einrichtungen tätig sind, müssen den Nachweis bis zum 31. Juli 2021 vorlegen.

Was passiert, wenn kein Impfschutz nachgewiesen ist?

  • Ohne Impfschutz dürfen Mitarbeiter in den jeweiligen Einrichtungen dort nicht tätig sein. Wer gegen die Impfpflicht verstößt, muss außerdem mit einem Bußgeld von bis zu 2.500 Euro rechnen.
  • Wer keinen Nachweis vorlegt, darf in den betroffenen Einrichtungen nicht tätig werden.
  • Bei Personen, die bereits in den betroffenen Einrichtungen tätig sind, muss das Gesundheitsamt informiert werden und im Einzelfall entscheiden, ob Tätigkeits- oder Betretensverbote ausgesprochen werden.

Welche dienst- und arbeitsrechtlichen Folgen drohen, wenn kein Impfschutz vorliegt?

Das Gesundheitsamt kann gegenüber einem einzelnen Beschäftigten ein Tätigkeitsverbot aussprechen. Die Folgen richten sich nach den jeweiligen vertrags-, dienst- oder arbeitsrechtlichen Grundlagen.

Aktualisierte Infos zum Strahlenschutzgesetz

Erläuterungen zum Strahlenschutz

Das zahnärztliche Personal muss – genauso wie der Zahnarzt – die erforderlichen Kenntnisse bzw. Fach- und Sachkunde im Strahlenschutz mindestens alle fünf Jahre durch eine erfolgreiche Teilnahme an einem von der zuständigen Stelle anerkannten Kurs oder anderen von der zuständigen Stelle als geeignet anerkannten Fortbildungsmaßnahmen aktualisieren.
Ist der Schein abgelaufen, darf nicht mehr geröntgt werden!

Wer ist der Strahlenschutzverantwortliche in der Praxis?

Der Strahlenschutzverantwortliche ist der Betreiber der praxisinternen Röntgeneinrichtung. In Dentalpraxen ist der niedergelassene Zahnarzt bzw. Kieferorthopäde als Praxisinhaber der Strahlenschutzverantwortliche.

Wer ist der Strahlenschutzbeauftragte in der Praxis?

Voraussetzung für die Bestellung ist die Fachkunde und nötige Zuverlässigkeit. Ärzte erwerben die erforderliche Fachkunde im Strahlenschutz in der Regel nach Bestehen der ärztlichen Prüfung und während der Weiterbildung im entsprechenden medizinischen Fachgebiet, Medizinphysik-Experten nach erfolgreichem Abschluss des Studiums. In Dentalpraxen kann der angestellte Arzt bei Bedarf als Strahlenschutzbeauftragter bestellt werden.

Einfach durchstarten!